Marktbarometer September
RINDFLEISCH:
Rückblick September:
Der Rindfleischmarkt zeigte sich regional unterschiedlich. Während die Preise für Jungbullen im Nordwesten bei ausreichendem Angebot stabil blieben, zogen sie im Süden wegen knapperer Mengen deutlich an. Das Angebot an Schlachtkühen und Färsen war stetig und preislich steigend.
Ausblick Oktober:
Bei hoher Nachfrage könnte das knappe Angebot an Jungbullen im Süden kurzfristig für weiter steigende Preise sorgen, während der Nordwesten gut versorgt bleibt. Bei Schlachtkühen wird mit einer anhaltend stabilen Entwicklung gerechnet. Der Druck auf die HF3-Zuschläge dürfte bestehen bleiben, da die vorherige Knappheit am Markt vorbei ist.
Quelle. top agrar
SCHWEINEFLEISCH:
Rückblick September:
Der Schweinepreis brach Mitte September trotz überschaubaren Lebendangebots erneut ein. Durch kühlere Temperaturen stiegen zwar die Tageszunahmen und damit die Schlachtungszahlen leicht an, die Ursache lag jedoch im schwachen Fleischabsatz nach den Sommerferien. Zudem verschärfte sich der Wettbewerb auf dem EU-Markt, da Haupterzeugerländer wie Spanien und Dänemark wegen rückläufiger Drittlandexporte mehr Ware im Binnenmarkt absetzten. Auch global erhöhte hoher Druck durch Überhänge in China sowie die steigende Produktion in Brasilien die Konkurrenz.
Ausblick Oktober:
Für das vierte Quartal entscheiden die kommenden Wochen über das Preisfundament für den Rest des Jahres. Zwar sind durch das bereits niedrige Niveau und das bevorstehende Weihnachtsgeschäft ausländische Analysten etwas zuversichtlicher, echte Besserungssignale erwarten Händler jedoch erst langfristig. Auf kurze Sicht bleiben weitere preisliche Abschläge am Markt nicht ausgeschlossen.
Quelle: topagrar
FERKEL:
Rückblick September:
Am Ferkelmarkt herrschte trotz stabiler Abnahmebeziehungen und überschaubarem Angebot Flaute. Die Erzeugerpreise fielen auf ein für Sauenhalter vollkommen unzureichendes Niveau weit unterhalb der Kostendeckung. Hinzu kam der Beginn der saisonal schwierigen Einstallphase, da jetzt eingestallte Tiere die Schlachtreife erst nach dem lukrativen Weihnachtsgeschäft erreichen.
Ausblick Oktober:
Steigende Futterkosten und die verhaltene Kauflaune der Mäster belasten den Markt weiterhin deutlich. Erste Sauenhalter reagieren bereits mit einer erhöhten Aufstockung der Sauenschlachtungen. Auch wenn ausländische Analysten aufgrund des bereits sehr niedrigen Niveaus nur von begrenzten saisonalen Rückgängen ausgehen, bleibt der Freimarkt vorerst extrem schwer zu vermarkten.
Quelle: topagrar
HÄHNCHENFLEISCH:
Rückblick September:
Der Hähnchenmarkt zeigte sich weitgehend ausgeglichen. Fehlende Brasilien-Importe machten sich noch nicht bemerkbar, da im Vorfeld bereits höhere Mengen geliefert wurden.
Ausblick Oktober:
Mit dem saisonalen Nachfrageanstieg wird auch bei Hähnchen von einer Belebung profitiert, wobei am Gesamtmarkt vor allem Saisonartikel an Bedeutung gewinnen.
Quelle: Geflügelkompakt
PUTENFLEISCH:
Rückblick September:
Nach spürbar niedrigeren Käufen im August zeigte sich der Putenmarkt weiter abwartend, wobei für September mit einer steigenden Kaufmenge gerechnet wird.
Ausblick Oktober:
Im Zuge der steigenden Verbrauchernachfrage dürften am Putenmarkt insbesondere Schenkelprodukte an Bedeutung gewinnen.
Quelle: Geflügelkompakt
EIER:
Rückblick September:
Der Eiermarkt zeigte sich fest mit leicht steigenden, freundlichen Tendenzen bei stetiger Nachfrage über alle Haltungsformen hinweg. Ein leichtes Anziehen des Herbstgeschäfts war somit bereits spürbar. Bis auf Engpässe bei Bioeiern und der Gewichtsklasse XL stand die Ware vollumfänglich zur Verfügung. Die Verarbeitungsindustrie agierte uneinheitlich, gestützt auf bestehende Sommervorräte.
Ausblick Oktober:
Für Oktober wird im Zuge des Monatswechsels und vorgezogener Käufe rund um den Feiertag mit einer weiter ansteigenden, spürbar lebhafteren Nachfrage gerechnet. Zudem rücken im 4. Quartal aufgrund jüngster Ausbrüche in Nordamerika wieder verstärkte Biosicherheitsmaßnahmen zur Prävention der Vogelgrippe in den Fokus.
Quelle: weserems
FUTTERMITTEL:
Rückblick September:
Der Mischfuttermarkt tendierte unverändert bis leicht fester. Gestiegene Energie- und Logistikkosten sowie eine lebhafte Nachfrage bei zurückhaltendem Erzeugerangebot verteuerten Futtergetreide, während Soja- und Rapsschrot stetig gehandelt wurden.
Ausblick Oktober:
Anhaltend feste Rohstoffmärkte sowie höhere Energie- und Logistikkosten stützen die Preise für Mischfutter weiterhin. Aufschläge bleiben am Markt daher wahrscheinlicher als Abschläge.
Quelle: topagrar
RAPS:
Rückblick September:
Trotz guter Preise ist die Verkaufsbereitschaft gering, freie Ware wird knapp. Die Umsätze bleiben klein, vereinzelt werden erste Vorkontrakte zur Ernte 2027 besprochen. Angebot und Nachfrage geben derzeit kaum Impulse. Nachgebende Rohölpreise und fehlende Handelsabkommen zwischen den USA und China belasteten die Notierungen. Bei geringer Verkaufsbereitschaft blieben die Erzeugerpreise stabil, freie Ware wurde knapp. Trockene Witterung im Süden beeinträchtigte zudem die Auflaufbedingungen der neuen Ernte.
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Ausblick Oktober:
Regenfälle werden dringend benötigt, um das Wachstum der strapazierten Jungpflanzen wieder in Gang zu bringen. Der Handel mit freier Ware dürfte vorerst überschaubar bleiben.
Quelle: topagrar
KARTOFFELN:
Rückblick September:
Die Rodearbeiten bei Speisekartoffeln schritten zügig voran, wobei die Erträge vielerorts hinter den Erwartungen zurückblieben. Das vermarktungsfähige Angebot traf auf eine gute Nachfrage und eine weitgehend ausgeglichene Marktlage, was die Preise stabil hielt. Überregionale Nachfrage aus dem Süden unterstützte den Markt zusätzlich, während gleichzeitig die Befüllung der Lager begann.
Ausblick Oktober:
Aufgrund der geringeren Erntemenge wird voraussichtlich recht früh auf Lagerware zurückgegriffen werden müssen. Dies eröffnet Chancen für entsprechende Lageraufschläge, denen jedoch steigende Lagerkosten und das Qualitätsrisiko gegenüberstehen.
Quelle: topagrar
MILCH:
Rückblick September:
Die Milchanlieferung entwickelte sich saisonbedingt rückläufig bis regional stagnierend. Bei ausgeglichenen Spotmarktpreisen schwächte sich Sahne leicht ab, während Magermilchkonzentrat fester tendierte. Die Nachfrage nach Magermilchpulver war exportgetrieben sehr hoch, Süßmolkenpulver wurde stetig abgerufen.
Ausblick Oktober:
Beim Magermilchpulver wird eine weitere Befestigung der Preise erwartet. Die Mengenentwicklung bleibt abzuwarten, da sich die regional unterschiedliche Futtersituation weiterhin auswirkt.
Quelle: Süddeutsche Butter- und Käsebörse
SCHNITTKÄSE:
Rückblick September:
Schnittkäse verzeichnete im Lebensmitteleinzelhandel sowie in der Gastronomie eine anhaltend rege Nachfrage, während im Export große Mengen über bestehende Verträge abgerufen wurden. Preislich gesehen stieg der Preis nach oben. Aufgrund des sinkenden Rohmilchaufkommens und der Umleitung von Rohstoff in profitablere Verwertungen blieb das Angebot knapp, sodass die Bestände in den Reifelagern stetig sanken.
Ausblick Oktober:
Bei weiterhin begrenzter Ware und sinkenden Lagerbeständen wird am Schnittkäsemarkt von einer anhaltend knappen Versorgungslage ausgegangen. Das Kaufinteresse im Export dürfte bei den festeren Preisen vorerst verhaltener bleiben. Es wird weiterhin mit Preissteigerungen gerechnet.
Quelle: michbauernservice
