SCHWEINE
Der Angebotsdruck nimmt im Handel mit Schlachtschweinen nach und nach ab. Aus vielen Regionen Deutschlands wird über weitestgehend ausgeglichene Marktverhältnisse berichtet. Allerdings bestehen im Nordwesten immer noch Überhänge. Bei der Nachfrage kommt etwas Belebung durch den zuletzt umfangreicheren Außenhandel auf. Tendenz: stabil (AMI)

FERKEL
Die Menge an angebotenen Ferkeln sowie die Nachfrage nach diesen wird überwiegend als mittel eingestuft. Regional wird auch über ein größeres Angebot als zuvor berichtet. Zusammengefasst lässt sich die Marktlage als relativ ausgewogen beschreiben, und entsprechend hält die stabile Preisphase an. Diese Situation dürfte sich kurzfristig fortsetzen. Tendenz: stabil (AMI)

RINDER
Der Handel mit Schlachtrindern stellt sich aktuell überwiegend ausgeglichen dar. Das Angebot an Schlachtrindern ist insgesamt eher klein. Auf der Nachfrageseite gibt es unterschiedliche Entwicklungen. Bei den Jungbullen passt das Kaufinteresse zum Angebot, und es werden stabile Preise erzielt. Bei den Schlachtkühen ist die Nachfrage flotter und ermöglicht leicht festere Preise. Tendenz: Jungbullen stabil, Schlachtkühe stabil (AMI)

KÄLBER
Relativ ruhig gestaltet sich die Nachfrage nach schwarzbunten Nutzkälbern. Allerdings sind die angebotenen Stückzahlen nicht gerade reichlich. Daher konnten sich die Preise knapp auf dem Niveau der Vorwoche stabilisieren. Die beschriebene Entwicklung sollte sich so zumindest kurzfristig fortsetzen. Tendenz: stabil (AMI)

GETREIDE
Volatile Terminkurse zeigen eine geringe Wirkung am Kassamarkt. Während die Mühlen mehr Kaufinteresse signalisieren, bleibt die Abgabebereitschaft der Erzeuger verhalten. Am Futtergetreidemarkt sind kaum Neugeschäfte zu verzeichnen. Weizen und Gerste sind vorerst eingelagert und werden kaum noch veräußert, während die Mischfutterhersteller mehr Interesse an den vorderen Terminen zeigen. Tendenz Brotweizen: leicht fester (AMI)

FUTTERMITTEL
Es wird von einer spürbar lebhafteren Rapsschrotnachfrage aus der Mischfutterindustrie berichtet, die sich nicht nur auf die vorderen Termine beschränkt. Es werden auch längerfristige Kontrakte bis einschließlich Juli 2021 besprochen und vereinzelt abgeschlossen. Die Nachfrage ruft weitere Konsumenten auf den Plan, die sich eindecken wollen, bevor die Preise weiter steigen. Auch Sojaschrot ist gefragter und findet aktuell Unterstützung in den deutlich festeren US-Sojanotierungen. Tendenz: fester (AMI)

RAPS
Nach wie vor kommen größere Mengen an Raps aus dem Baltikum und der Ukraine an den deutschen Häfen an. Vor allem diese Ware wird seit etwa zwei Wochen abgewickelt. Neugeschäfte mit Inlandsraps auf der Erzeugerebene finden derweil kaum statt. Das liegt zum einen an der Zurückhaltung der Ölmühlen, die entweder keinen zeitnahen Bedarf haben oder aber die Versorgungslücken mit besagter Importware schließen. Zum anderen bremst die mangelnde Abgabebereitschaft der Erzeuger die Geschäfte. Tendenz: leicht schwächer (AMI)

KARTOFFELN
Der Speisekartoffelmarkt bleibt überfüllt. Ein großes Angebot stößt auf eine nur langsam steigende Nachfrage. Regional wurden die Erzeugerpreise erneut um meist 2 EUR/dt zurückgenommen. Auszahlungen an die Landwirte, die Feldware abliefern, dürften nun öfter einstellig sein. Die beginnende Einlagerung mag etwas den Druck nehmen, ob damit der Preisverfall endet, bleibt aber abzuwarten. Der Verarbeitungsrohstoff fließt in Deutschland im Rahmen des Vertragsanbaus zu den Fabriken. Freie Partien ohne Lagerbestimmung werden an Stärke- oder Flockenhersteller verkauft. Tendenz: schwächer (AMI)

MILCH
Mitte August ist das Rohstoffaufkommen bei hochsommerlichen Temperaturen stärker gesunken als in den vorangegangenen Wochen. Dies wirkte sich auch zum Monatsende noch auf die Rohstoffmärkte aus. Preislich tendierten Rahm und Konzentrate fester. Die Produktmärkte zeigten zumeist einen für diese Jahreszeit üblichen ruhigen Verlauf. Nur der Markt für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität profitierte preislich von der belebten Nachfrage. Tendenz: uneinheitlich (AMI)

BIOMILCH
Die Anlieferungsmengen von Biomilch in Deutschland sind in den ersten sechs Monaten 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 % gestiegen. Das seit Mai rückläufige und knappere Angebot trifft auf eine hohe Nachfrage. Die private Nachfrage nach Biomilch und diversen Milchprodukten aus ökologischer Erzeugung verzeichnet zum Teil zweistellige Zuwachsraten. Für den deutschen Markt maßgebliche Lieferländer bremsen ihre Produktion. Tendenz: fester (AMI)

BUTTER
Eine ferienbedingte normale Nachfrage gibt es bei abgepackter Butter. Der Bereich Frische zieht ebenfalls viel Fett in Form von Sahne und führt dadurch zu einem Ansteigen des Preises. So passt die momentane Verwertung für die 250 g-Ware nicht mehr. Die Verhandlungen für die neuen Abschlüsse sind noch am Laufen. Bei den Blöcken im 25 kg-Karton finden aktuell weniger Geschäfte statt. Dies hängt auch mit dem gestiegenen Rohstoffpreis zusammen. Anfragen auf spätere Termine sind wohl vorhanden, eine Abschlussbereitschaft ist noch nicht zu spüren. Aus der privaten Lagerhaltung kommen anscheinend schon Mengen auf stabilisiertem Niveau auf den Markt. Durch den schwachen US-Dollar sind die Exportmöglichkeiten auch eingeschränkt. (Quelle: Marktbericht der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse vom 26.08.2020)

SCHNITTKÄSE
Die guten Ausgänge bei Schnittkäse halten an. Dies gilt für den Lebensmitteleinzelhandel wie für den Industriebereich. Der Food-Servicebereich läuft noch wegen der Urlaubszeit und der guten Wetterlage für den Außengastronomiebereich gut. Die weitere Entwicklung wird sich wegen der gestiegenen Zahlen an Neuinfektionen von Covid-19 zeigen. Aus den anderen europäischen Ländern kommt nach wie vor gute Nachfrage. Nachgelassen hat der Bereich Südeuropa. Hier ist eine uneinheitliche Entwicklung festzustellen. In Drittländer fließt kontinuierlich Ware ab. Den Herstellern macht auch hier der günstige Dollar zu schaffen. Das Preisniveau bewegt sich nahezu seitwärts. Durch die gesunkenen Anlieferungsmengen mit reduzierten Inhaltsstoffen kommt es in den Käsereien zu Produktionseinschränkungen. Die Bestandssituation hat sich dadurch auch verschlechtert. Da wieder mit höheren Ausgängen in der Herbstzeit zu rechnen ist, wird die Verfügbarkeit begrenzt sein. Somit kommt es von Herstellerseite zu höheren Preisforderungen. (Quelle: Marktbericht der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse vom 26.08.2020)