SCHWEINE
Die Nachfrage nach Schlachtschweinen wird als stetig eingestuft. Das im Vergleich dazu begrenzte Angebot lässt sich zügig vermarkten. Durch die teilweise wieder geöffnete Gastronomie hat der Fleischmarkt leichte Impulse erhalten, das wirkt sich auch auf das Kaufinteresse bei Schlachtschweinen förderlich aus. Daher hoffen die Erzeuger auf eine erneut festere Preisentwicklung. Tendenz: steigend (AMI)

FERKEL
Der Handel mit Ferkeln belebt sich weiter. Dabei wirkt sich der zuletzt deutlich gestiegene Schlachtschweinemarkt stützend auf die Ferkelpreise aus. Selbst für freie Ferkelpartien werden schnell und ohne größere Mühe Abnehmer gefunden. Der flotte Absatz dürfte sich kurzfristig fortsetzen und für die Erzeuger höhere Preise mit sich bringen. Tendenz: steigend (AMI)

RINDER
Das Aufkommen an Schlachtrindern bleibt in der Pfingstwoche im Vergleich mit der Nachfrage gering. Sowohl bei den männlichen als auch bei den weiblichen Schlachtrindern werden alle Kategorien rege nachgefragt. Die angebotenen Stückzahlen entwickeln sich dagegen leicht rückläufig. Entsprechend werden für Jungbullen und für Schlachtkühe höhere Preise erwartet. Tendenz: Jungbullen fester, Schlachtkühe fester (AMI)

KÄLBER
Leicht lebhafter wird der Handel mit schwarzbunten Nutzkälbern beschrieben. Ein Grund dafür ist der noch für das Weihnachtsgeschäft günstige Einstalltermin. Zusätzlich fällt die Zahl der zur Vermarktung anstehenden männlichen Nutzkälber gering aus und wird mit Aufschlägen gehandelt. Weibliche und leichte Tiere werden dagegen zu stabilen Konditionen abgesetzt. Tendenz: steigend (AMI)

GETREIDE
Die Futtergetreideumsätze bestimmen das Geschehen am Getreidemarkt, auch wenn es sich hier nur um Kleinstmengen handelt. Anscheinend ist der Anschlussbedarf noch nicht von jedem gedeckt, denn dass die diesjährige Ernte mit mindestens zweiwöchiger Verzögerung beginnt, ist jetzt sehr sicher vorherzusagen. Die Getreidepreise geben unter dem Druck schwacher Terminkurse nach, was die Abgabebereitschaft ex Ernte drosselt. Hier ist ohnehin nicht mehr viel Verkaufspotenzial vorhanden. Tendenz Brotweizen: schwächer (AMI)

FUTTERMITTEL
Am Rapsschrotmarkt wird auf den vorderen Terminen kaum noch Ware offeriert, das Angebot ist knapp und teuer. Die Mehrheit der Mischfutterhersteller ist jedoch ausreichend gedeckt. Größere Lücken gibt es in der Regel nicht, sodass sich die Nachfrage auf Termine in der kommenden Saison konzentriert. Das Angebot am Sojaschrotmarkt fällt bedarfsdeckend aus. Jüngst kamen nach langer Zeit wieder Sojaschrotlieferungen aus Argentinien in den deutschen Häfen an. Tendenz: schwächer (AMI)

RAPS:
Die Ernte 2020 ist längst durchgehandelt, in Erzeugerhand dürften sich nicht einmal mehr Restmengen befinden. Der Fokus liegt nun auf der kommenden Saison. Die gute Feldbestandsentwicklung, mit regional ergiebigen Regenfällen, stimmt die Erzeuger im Hinblick auf die Rapsernte 2021 optimistisch. Einzelne Landwirte ließen sich davon und von den festen Preisen zum Verkauf weiterer kleinerer Teilmengen animieren. Die meisten Erzeuger haben jedoch ihre Vermarktungsgrenze schon ausgereizt. Tendenz: schwächer (AMI)

KARTOFFELN
Entgegen allen Ankündigungen sind am Großmarkt in Hannover noch vor Pfingsten erste Speisefrühkartoffeln aus dem Raum Burgdorf angeliefert worden, die zu wettbewerbsfähigen Preisen zu den Mitbewerbern aus Italien und von Zypern verkauft werden. Marktbeobachter zweifeln aber, dass nun nachhaltig nennenswerte Mengen geliefert werden können. Die Kälte hat die Entwicklung der meisten Frühkartoffelbestände weit zurückgeworfen. Zusätzlich gab es regional Hagelschäden und Stürme haben zu Schlagschäden unter den Folien geführt. Tendenz: stabil (AMI)

MILCH
Die Milchmengen in Deutschland haben Mitte Mai erneut zugenommen. Die Rohstoffmärkte sind von einem begrenzten Angebot bei einer gleichzeitig belebten Nachfrage gekennzeichnet. Durch die laufende Spargelsaison steigt der Absatz von abgepackter Butter. Die Preise für Schnittkäse entwickelten sich gegenüber der Vorwoche stabil bis leicht fester. Die Märkte für Milch- und Molkenpulver sind preislich fortlaufend in einer stabilen Verfassung. Tendenz: überwiegend stabil bis leicht fester (AMI) 
 

BUTTER
Fett hat sich auch in dieser Woche erneut etwas befestigt. Für gepackte Butter gelten gerade die aktuellen Kontrakte mit dem Lebensmitteleinzelhandel. Ware wird kontinuierlich gut geordert. Die Preise zeigen wenig Veränderung. Aktionen der Markenartikelhersteller im Lebensmitteleinzelhandel sind weitestgehend abgeklungen. Die Nachfrage nach Blockbutter ist vorhanden, es wird wenig Menge abgesetzt. Das Preisniveau befindet sich bei leicht steigender Tendenz, wobei die Vorstellungen für Lieferungen in Quartal 3 und 4 zwischen den Verhandlungspartnern auseinander gehen. Es kommen hierzu wenig Abschlüsse zustande. (Quelle: Marktbericht der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse vom 19.05.2021)

SCHNITTKÄSE
Die anstehenden Pfingstfeiertage bescheren dem Lebensmitteleinzelhandel eine rege Nachfrage. Der umfangreiche Bedarf des Industriebereiches hält an. Die bevorstehenden Lockerungen für die Außengastronomie zeigen sich in einer etwas erhöhten Bevorratung des Food-Bereiches, wobei hier noch mit Vorsicht wegen der schlechten Witterung agiert wird. Die Exporte, vor allem nach Südeuropa, laufen gut. Insgesamt entspricht das Angebot dem Bedarf. Die Bestände in den Reifelägern haben sich erholt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage im Monat Juni entwickelt und ob die Nachfragesituation sich weiter erhöhen wird. (Quelle: Marktbericht der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse vom 19.05.2021)