SCHWEINE
Im deutschen Handel mit Schlachtschweinen sinken sowohl die Schlachtgewichte als auch die Angebotsüberhänge fortlaufend. Zumindest regional gestaltet sich die Vermarktung von Schlachtschweinen wieder zügiger und ohne große Verzögerungen. Allerdings bereiten die weiterhin fehlenden Exportmöglichkeiten in Drittländer und die begrenzte Nachfrage im inländischen Fleischhandel Probleme. Dennoch wurde der Preis bei der vorangegangenen Notierung leicht angehoben. Tendenz: mindestens stabil (AMI)

FERKEL
Die zum Verkauf stehenden Ferkelzahlen werden als mittel bis gering eingestuft. In vielen Gebieten Deutschlands ist die Nachfrage dagegen lebhaft. Entsprechend verläuft der Ferkelhandel insgesamt relativ reibungslos und zügig. Der leichte Preisanstieg bei den Schlachtschweinen wirkt zusätzlich stützend. Eine Fortsetzung dieser Marktsituation wird erwartet. Tendenz: fester(AMI)

RINDER
Das Angebot an Schlachtrindern fällt deutschlandweit eher gering aus und wird von der Nachfrage teilweise überschritten. Besonders bei den Schlachtkühen wird von einem größeren Kaufinteresse und möglichen Preisaufschlägen berichtet. Bei den Jungbullen ist die Marktlage eher ausgeglichen. Tendenz: Jungbullen stabil, Schlachtkühe fester (AMI)

KÄLBER
Die Nachfrage nach schwarzbunten Nutzkälbern ist in vielen Regionen Deutschlands lebhaft. Zeitgleich entwickeln sich die angebotenen Stückzahlen rückläufig. Marktbeteiligte gehen von einer weiteren Belebung des Handels mit Nutzkälbern aus. Besonders schwerere Tiere mit guten Masteigenschaften werden gesucht. Tendenz: fester (AMI)

GETREIDE
Am Getreidemarkt werden derzeit aufgrund des geringen Angebots und der großen Preisdifferenz zwischen den beiden Ernten wenige Abschlüsse getätigt, obwohl sich die Transportlage entspannt hat. Außerdem wurde ex Ernte 2021, außer in Süddeutschland, schon überdurchschnittlich viel verkauft. Jetzt üben sich die Erzeuger in Zurückhaltung. Futtergetreide fließen stetig in die Veredelungsregionen im Westen, vieles davon ist Kontraktware, aber auch Neugeschäfte werden vereinzelt getätigt. Tendenz Brotweizen: fester (AMI)

FUTTERMITTEL
Die Mischfutterhersteller fragen auf den vorderen Terminen teilweise Ware nach, im Allgemeinen geht es aber ruhig zu. Die Marktteilnehmer gehen davon aus, dass es auch in den kommenden Wochen so bleiben wird, da die Veredelungsbetriebe momentan nur verhalten Mischfutter ordern. Die Sojaschrotpreise orientieren sich vor allem an der Entwicklung der Terminkurse in Chicago. Tendenz: stabil (AMI)

RAPS
Die Rapsernte 2020 ist bis auf Restmengen verkauft. Bei steigenden Preisen werden diese eher zurückgehalten. Auch ex Ernte 2021 ist die Preistendenz aufgrund der kräftigen Unterstützung vom Terminmarkt fest. Die Erzeuger hat das dazu bewegt, weitere Vorkontrakte abzuschließen, obwohl der Vermarktungsstand bereits überdurchschnittlich hoch ist. Tendenz: fester (AMI)

KARTOFFELN
Während sich im Westen Deutschlands ein weiterer Lageraufschlag für qualitativ hochwertige Speisekartoffeln durchgesetzt hat, dominieren in Niedersachsen, teilweise auch in Bayern, weiterhin günstige Standardqualitäten. Daher ist kein weiterer Preisauftrieb an einem nachfragestarken Markt möglich. Kartoffeln zur Herstellung von Pommes frites haben sich trotz großer Vorräte in Westeuropa nochmals etwas verteuert. Allerdings ist davon in der Regel nicht mehr viel frei verfügbar, sondern kontrahiert. Tendenz: stabil (AMI)

MILCH
Das Rohstoffaufkommen in Deutschland bewegte sich in der ersten Februarhälfte aufgrund des regionalen Wintereinbruchs auf reduziertem Niveau. Die Abrufe bei Schnittkäse und Butter verlaufen auf einem für diese Jahreszeit üblichen Niveau, das Angebot fällt teilweise knapp aus. Die Geschäfte bei Magermilch- und Molkenpulver präsentieren sich ruhiger als in der Vorwoche. Ein belebtes Kaufinteresse bei Vollmilchpulver führt hingegen zu leichten Preisaufschlägen. Tendenz: stabil bis fester (AMI)

BIOSCHWEINE
Die Nachfrage nach ökologisch erzeugten Mastschweinen ist weiterhin groß und kann nicht immer bedient werden. Entsprechend haben die Preise weiter angezogen. Insbesondere Unternehmen, die bisher am unteren Ende der Spanne auszahlten, haben ihre Preise nach oben angepasst. Personelle Probleme in der Zerlegung erschweren häufig die Zeitplanung bei der Vermarktung. Auch wenn einige Betriebe auf Bio-Schweinehaltung umstellen, dürften nicht ausreichend Sauenhalter dabei sein. Die Ferkelversorgung wird voraussichtlich noch knapper werden. Tendenz: fester (AMI)

BUTTER
Die Liefermengen für die abgepackte Butter sind jahreszeitlich auf ein normales Niveau zurückgegangen. Anscheinend haben die Verbraucher noch nicht alle Vorräte aus ihren Kühlfächern aufgebraucht und beim Handel dürfte der Lagerbestand ausreichend sein. Industrierahm ist bei knapper Verfügbarkeit zu festen Preisen zu haben. Dies bedeutet, dass die gestiegenen Preise pro Fetteinheit nicht wirklich zu den derzeitigen Preisen für 250 g-Butter passen. Die stark gestiegene Nachfrage bei Blockbutter hat sich etwas beruhigt, ist aber immer noch da. Die Marktteilnehmer beobachten den Markt sehr genau, da, wie schon beschrieben, Industrierahm zu stabilen Preisen gehandelt wird. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten. Das Weltmarktniveau hat sich den Preisen in Deutschland angepasst. Es werden aber trotzdem wenig Abschlüsse dort getätigt. Quelle: Marktbericht der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse vom 10.02.2021

SCHNITTKÄSE
Die gute Nachfrage bei Schnittkäse hält weiter an. Die Bestände haben sich weiter reduziert. Da die Milchanlieferungen hinter den Erwartungen zurückliegen, werden die Milchströme, die in die Käsereien geleitet werden, hinsichtlich ihrer Wertschöpfung genauestens betrachtet. Der Lebensmitteleinzelhandel bestellt nach wie vor in hohen Mengen, bei einzelnen Artikeln kann dies unterschiedlich ausfallen. Aus dem Industriebereich wird ein hoher Bedarf gemeldet, beim Großhandel ist es auf dem Niveau der Vorwochen. Die Exporte nach Südeuropa gehen wieder besser, die Anbieter sind zufrieden. Kontinuierlich geht Ware in den Export an die Drittländer. Die Preise tendieren fester. Für den März werden stärkere Erhöhungen gefordert, die teilweise auch bereits durchgesetzt werden konnten. Quelle: Marktbericht der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse vom 10.02.2021