SCHWEINE
Nicht mehr ganz so drängend wird die Angebotssituation im Handel mit Schweinen eingestuft. Auf der Nachfrageseite gibt es jedoch nur geringe Impulse aus den Fleischgeschäften. Die Erzeuger hoffen auf eine weitere Belebung durch die anstehenden Feiertage, die meist zum Grillen genutzt werden. Insgesamt stellt sich die Marktlage annähernd ausgeglichen dar. Tendenz: stabil

FERKEL
Während sich die Nachfrage nach Ferkeln meist verhalten bis sehr ruhig darstellt, fallen die angebotenen Stückzahlen häufig groß aus. Die Vermarktung aller Ferkelpartien gestaltet sich deutschlandweit mühevoll, selbst gekoppelte Partien bereiten Probleme. Die Mäster sind durch die gestiegenen Futterkosten und die ungewissen Erlösaussichten verunsichert. Tendenz: schwächer

RINDER
Das Angebot an Schlachtrindern wird im Vergleich zur Nachfrage als reichlich beschrieben. Das Kaufinteresse an Rindfleisch und damit auch an Rindern seitens der Schlachtunternehmen entwickelt sich insgesamt rückläufig. Dies gilt für alle Gattungen, besonders aber für die Jungbullen. Tendenz: Jungbullen schwächer, Schlachtkühe schwächer

KÄLBER
Schwarzbunte Nutzkälber werden in geringen Mengen angeboten. Die Nachfrage nach diesen Tieren gestaltet sich weiterhin stetig, auch wenn die steigenden Futterkosten zu Verunsicherung führen. Besonders rege ist das Kaufinteresse an Kälbern mit guten Masteigenschaften und höheren Gewichten. Tendenz: leicht fester

HÄHNCHEN
Auch in der 20. Kalenderwoche ergaben Verhandlungen zwischen Schlachtereien und Erzeugergemeinschaften höhere Auszahlungspreise für Hähnchen. Bleibt abzuwarten, ob die Großhandelspreise bei Abgabe an den Lebensmitteleinzelhandel nochmals angehoben werden können. Am Bulkmarkt zeigt die Preistendenz weiterhin nach oben. Tendenz: fester, Quelle: MEG vom 23.05.2022

PUTE
Das Angebot an Putenfleisch ist nicht drängend. Insbesondere Putenkeulenfleisch wird derzeit recht zügig nachgefragt. Auch im Filetbereich wurde nicht von Überhängen berichtet. Tendenz: stabil, Quelle: MEG vom 23.05.2022

GETREIDE
Die Dämpfer der vergangenen Tage, Kursverluste in Paris von 18 EUR/t, drücken die Kontraktbereitschaft. Denn auch wenn die Niederschläge die Stimmung an der Terminbörse verbessert haben, sind die Erzeuger hinsichtlich der Ertragsentwicklung nur mäßig beruhigt. Der jüngste Preissprung hatte die Vermarktung von Restmengen mobilisiert. Damit ist es jetzt vorerst vorbei, zumal die Verarbeiter kaum Ware aufnehmen. Kaufinteresse dürfte noch einmal aufkeimen, wenn klar ist, wann die deutsche Getreideernte beginnt. Tendenz: schwächer

FUTTERMITTEL
Die Preise für Rapsschrot geben nach. Bei dem trotz alledem hohen Preisniveau halten sich die Abnehmer mit Käufen äußerst zurück, obwohl das Angebot mehr als ausreichend ist. Die Sojaschrotpreise tendieren hingegen fester. Auch hier ist das Angebot groß, das Kaufinteresse bleibt jedoch aus. Für GVO-freie Partien rechnen die Marktteilnehmer zum Ende des Monats hin mit aufkeimender Nachfrage. Tendenz: Rapsschrot schwächer, Sojaschrot: fester

RAPS
Angetrieben von festen Rapsnotierungen in Paris bewegen sich die Kassapreise für Raps nach oben. Allerdings stehen kaum Umsätze dahinter, denn die Marktteilnehmer sind stark verunsichert. Der Auslöser ist die Ankündigung der Regierung, die Beimischungsquote für Biodiesel bereits 2023 von 7 % auf 2,5 % zu senken und bis 2030 gänzlich verschwinden zu lassen. Die unterdurchschnittliche Wasserversorgung schmälert zudem das Ertragspotenzial der kommenden Ernte und verhindert Neuabschlüsse von Vorkontrakten. Tendenz: fester

KARTOFFELN
Am Speise- und Speisefrühkartoffelmarkt hat sich wenig geändert. Immer mehr Frühware zieht in die Regale des Lebensmitteleinzelhandels ein, wenn auch in den südlichen Regionen stärker als im Norden. Die Nachfrage nach importierten Frühkartoffeln bleibt aber begrenzt. Die ersten deutschen Speisefrühkartoffeln sind bereits auf Wochenmärkten erhältlich. Der Bedarf an Verarbeitungsrohstoff ebbt etwas ab, allerdings ist das Angebot knapp und der Markt somit ausgeglichen. Die Preise scheinen sich zu stabilisieren. Tendenz: stabil

MILCH
Das Rohstoffaufkommen nimmt in Deutschland auf dem Weg zur Milchspitze weiterhin leicht zu. Die Vorjahresniveaus werden jedoch anhaltend unterschritten. Abgepackte Butter wird etwas belebter nachgefragt als in den Vorwochen, während der Markt für Blockbutter weiterhin ruhig ist. Der Geschäftsverlauf am Markt für Schnittkäse ist nach wie vor von einem hohen Warenausgang geprägt. Magermilchpulver wird stetig gehandelt. Bei Vollmilchpulver stehen sich Angebot und Nachfrage ausgeglichen gegenüber. Tendenz: uneinheitlich

BUTTER
Die Preislandschaft für Sahne bleibt auf sehr hohem Niveau. Am Spotmarkt werden nach wie vor gute Preise gehandelt. Die Verfügbarkeit ist überschaubar. Die Kontrakte für Butter im 250 g-Päckchen mit dem Lebensmitteleinzelhandel laufen noch und bleiben somit auf einem unveränderten Niveau. Neue Verhandlungen finden erst zum Ende des Monats wieder statt. Das Abrufverhalten seitens des LEH hat sich etwas verbessert, wobei die Märkte zurzeit höhere Abschriften in den Verkaufsregalen haben. Bei Blockbutter im 25 kg-Karton sind die Geschäfte nach wie vor abwartend. Jedoch gab es bei den Preisrückmeldungen leichte Korrekturen. Quelle: Marktbericht der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse vom 25.05.2022

SCHNITTKÄSE 
Der Markt für Schnittkäse hat sich im Vergleich zu den vergangenen Wochen wenig verändert. Hinsichtlich der Verwertung lag der Bereich Käse in den vergangenen Wochen und Monaten hinter anderen Verwertungsmöglichkeiten. Das hat sich jetzt verbessert und sorgt somit für gut ausgelastete Käsereien. Dennoch sind die verfügbaren Mengen eher knapp. Die Ausgänge aus den Warenlägern werden als sehr gut bezeichnet. Bereits begonnen hat auch die Reisezeit und somit ist die Nachfrage aus dem Ausland, besonders aus Südeuropa, sehr gut. Wenig geändert haben sich die Probleme in der Logistikbranche. Viele Frachter harren vor dem Hafen in Shanghai aus und warten wochenlang auf die Löschung ihrer Fracht, was sich mitunter auch in den Exportmöglichkeiten für Schnittkäse bemerkbar macht. Quelle: Marktbericht der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse vom 25.05.2022