SCHWEINE
Wie schon in den vergangenen Wochen zahlen führende Schlachtunternehmen Hauspreise für freie Schweine. Zugleich ist der Lebendmarkt recht ausgeglichen, die Überhänge sind abgebaut. Abzuwarten bleibt nun, wie sich der Markt in den kommenden Wochen entwickelt. Bis Januar fehlen sowohl Schlachttage als auch Mitarbeiter. Die Vermarktung könnte sich entsprechend schwieriger gestalten. Tendenz: stabil 

FERKEL
In Deutschland hat sich die Nachfrage nach Ferkeln weiter belebt. Zumeist können die angebotenen Mengen zügig untergebracht werden. Zwar wird aus einigen Bundesländern noch von einem ausgeglichenen Markt berichtet, die meisten Marktteilnehmer erwarten aber auch in den kommenden Wochen leicht festere Preise. Tendenz: leicht fester

RINDER
Der Rückgang der Schlachtrinderpreise setzte sich in der vergangenen Woche fort. Auch aktuell fordern viele Schlachtunternehmen weitere Abschläge. Insbesondere die Vermarktung von Schlachtkühen gestaltet sich fast überall stockend. Bei den Jungbullen machen sich die umfangreicheren Ablieferungen bemerkbar. Zugleich ist der Nachfragehöhepunkt überschritten. Tendenz: Jungbullen schwächer, Schlachtkühe schwach

KÄLBER
Wie für diese Jahreszeit üblich gestaltet sich die Nachfrage nach schwarzbunten Nutzkälbern mehrheitlich ruhig. Demgegenüber steht ein überwiegend geringes Angebot, das für den Bedarf aber zumeist problemlos ausreichend ist. Als Folge stehen die Preise vielerorts leicht unter Druck. Marktbeteiligte rechnen zum Jahresende hin mit einer Fortsetzung dieser Entwicklung. Tendenz: behauptet bis leicht schwächer

GETREIDE
Zur Sorge um die Weltkonjunktur gesellen sich am Getreidemarkt konkretere Impulse wie Top-Ernten in Australien oder sehr gute Kulturstände in der nördlichen Hemisphäre. Kurzfristig beeinflusst das zwar die Versorgungslage in Europa nicht, die Preise setzen aber einen stetigen Abwärtstrend am Kassamarkt fort. Brotweizen: knapp behauptet

FUTTERMITTEL
Für dieses Jahr sind die Futtergetreideeinkäufe weitgehend getätigt. Nennenswerte Geschäfte werden erst wieder in ein paar Wochen anlaufen. Die sinkende Nachfrage der Futtermischer und Viehhalter und eine gewisse Verunsicherung über weitere Entwicklungen bezüglich Logistik und Weltwirtschaft sorgen für schwächere Preise für Futterweizen und -gerste. Ob die zuletzt steigenden Tendenzen durch festere Maiskurse in Chicago oder die Futtergetreidekäufe Chinas am hiesigen Kassamarkt ankommen, bleibt abzuwarten. Nur Raps- und Sojaschrot sind teuer geblieben und dürften ihr hohes Preisniveau mit in das neue Jahr nehmen. Ölschrote: knapp behauptet 

RAPS
Der letzte Monat im Jahr 2021 wird von Rekordpreisen für Raps geprägt bleiben. Einem nur noch sehr geringen europäischen Angebot steht eine höhere Nachfrage gegenüber. Diese mag zum Jahresende etwas abflauen. Das Jahr dürfte trotzdem auf Höchstständen oder nahe daran enden. Von der Börse in Chicago gibt es nur wenig Unterstützung, der Terminmarkt in Paris gilt zurzeit als richtungsweisend für den Kassamarkt. Von der jüngsten Coceral-Einschätzung, dass es 2022 mehr Raps geben wird, hat sich dort zuletzt niemand beeindrucken lassen. Tendenz: stabil

KARTOFFELN
Im Verlauf der Woche wird es bei Speisekartoffeln noch einmal turbulent. Die Regale im Lebensmitteleinzelhandel müssen für die Weihnachtseinkäufe aufgefüllt werden. Herkünfte und Preise für die benötigten Packmengen stehen längst fest. Die Kartoffelverarbeiter streben zumeist einer Phase mit Betriebsferien oder zumindest stark gedrosselter Produktion entgegen und werden kaum noch am Markt aktiv sein. Tendenz: stabil

MILCH
Das Rohstoffaufkommen in Deutschland hat Anfang Dezember weiter moderat zugenommen. An den Produktmärkten ist der Absatz von Butter und Schnittkäse in Richtung Lebensmitteleinzelhandel weiterhin hoch. Mit dem herannahenden Jahresende beruhigt sich die Nachfrage nach Magermilchpulver. Vollmilchpulver wird weiter auf hohem Niveau gehandelt. Dies gilt auch für Molkenpulver. Tendenz: fester 

BUTTER
Der vorhandene Rohstoff wird überwiegend in die Produktion von der abgepackten Butter gelenkt. Auch in der vergangenen Meldewoche war wieder eine sehr große Menge an die Kunden geliefert worden. Teilweise konnte nicht die komplette Bestellung geliefert werden. Für die aktuelle Woche sind nochmals hohe Dispositionen vorhanden. Zusätzlich gibt es beim Lebensmitteleinzelhandel Aktionen der Markenartikelhersteller, die teilweise unter den Preisen der Handelsmarken liegen. Im Bereich Blockbutter 25 kg hat es einen Preissprung nach oben gegeben. Anscheinend ist nicht mehr viel gefrostete Ware auf dem Markt. Eine kurzfristige Entspannung in preislicher Hinsicht ist nach den Feiertagen nicht in Sicht. Die Abschlüsse für frische Ware für das 1. Quartal 2022 halten sich noch in Grenzen. Nachfrage ist da, aber über die Preise wird man sich noch nicht einig. Quelle: Marktbericht der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse vom 15.12.2021

SCHNITTKÄSE 
Wie in allen Produktbereichen zieht Schnittkäse preislich an, dies spiegelt sich auch in den angepassten Notierungen wider. Die umfangreichen Bestellungen stehen einem sehr niedrigen Lagerbestand gegenüber, es kommt weiterhin zu Kürzungen bei den Auslieferungen. Die Käseproduktion kann wegen des fehlenden Rohstoffs nicht ausgeweitet werden. Zusätzliche Anfragen können nicht mehr bedient werden. Das Bestellverhalten der Kunden wird genau beobachtet. Die Produktion für den Januar 2022 ist schon verplant. Der Industriebereich bestellt konstant, der Food-Service profitiert von Abhol- und Lieferservicen. Beim Export werden Probleme und Lieferverzögerungen durch fehlende oder zu wenig Logistikkapazitäten verursacht. Die Preise sind in den vergangenen Wochen gestiegen und steigen weiter an. Quelle: Marktbericht der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse vom 15.12.2021