SCHWEINE
Der Handel mit Schlachtschweinen verliert an Schwung, der impulslose Fleischmarkt macht sich zunehmend bemerkbar. Viele Schlachtunternehmen und Verarbeiter fordern Preisrückgänge, um die steigenden Kosten und den Preisdruck auszugleichen. Selbst das fortgesetzt kleine Angebot reicht dementsprechend problemlos aus, um die Nachfrage zu decken. 

FERKEL
Die Vermarktung von Ferkeln läuft weiterhin recht stagnierend. Aufgrund der generell schwierigen Marktsituation stallen viele Mäster nur verhalten ein. Insbesondere die Vermarktung freier Partien bereitet häufig Probleme. Andererseits sind die Angebotsmengen noch immer klein, weshalb mehrheitlich von einem ausgeglichenen Markt gesprochen wird.

RINDER
Im Handel mit Schlachtrindern dominierten zuletzt stabile Preise. Einerseits machen die Schlachtunternehmen Druck, aufgrund der stockenden Fleischgeschäfte werden häufig Abschläge gefordert. Andererseits sind die Mengen über alle Kategorien klein, die Schlachtzahlen liegen weiterhin deutlich unter denen des Vorjahres. Allenfalls im Bereich der Schlachtkühe nahm das Angebot jüngst etwas deutlicher zu. 

KÄLBER
Die Nachfrage nach schwarzbunten Nutzkälbern ist saisonal ruhig. Das Angebot übertrifft den Bedarf mehr oder weniger deutlich. Für qualitativ schwächere Tiere finden sich kaum Abnehmer, die hohen Kosten und das knappe Angebot an Futter reduzieren den Einstallbedarf zusätzlich. Entsprechend kommt es immer wieder zu Preisabschlägen. 

PUTE 
Das laufende Angebot aus inländischer Erzeugung wird rege vom Markt aufgenommen. Es kam nicht zu Überhängen. Bei Rotfleischprodukten deutete sich zuletzt eine gewisse Verknappung an. Quelle: Marktinfo Eier & Geflügel vom 26.09.2022

HÄHNCHEN
Erste Meldungen zur Entwicklung der Großhandelspreise für Oktober blieben auf unverändertem Niveau. Auch auf Erzeugerebene wurden keine neuen Verhandlungsergebnisse zwischen Erzeugergemeinschaften und Schlachtereien bekannt. Lediglich leichte, verspätet gemeldete Änderungen, flossen in die Auswertung ein. Quelle: Marktinfo Eier & Geflügel vom 26.09.2022

GETREIDE
Mahlgetreide wird kaum offeriert, allerdings auch wenig gesucht, denn der Fokus der Exporteure liegt auf Qualitätsweizen. Die starken Schwankungen der Terminkurse bremsen die Umsätze, weil die Preisvorstellungen kaum noch zusammenfinden. Futtergetreide wird auf den Lieferterminen 2022 vereinzelt umgesetzt, spätere Liefertermine werden aufgrund der großen Verunsicherung vernachlässigt behandelt. 

FUTTERMITTEL
Angesichts der Verschärfung des Konfliktes in der Ukraine und der damit wieder deutlich unsichereren Versorgungsaussicht positionieren sich Handelsunternehmen neu und decken vorsorglich ihren Bedarf am Rapsschrotmarkt. Allerdings sind die Preiserhöhungen gleichzeitig vom überreichlichen Rohstoffangebot begrenzt. Die Mischfutterhersteller nehmen daher eine abwartende Haltung ein. Auch am Sojaschrotmarkt sind die Käufer zurückhaltend und spekulieren aufgrund der begonnen Sojaernte in den USA auf günstigere Kurse. 

RAPS
Die Versorgung der hiesigen Ölmühlen ist für die nächsten Monate gesichert. Neugeschäfte kommen kaum zustande, was die Umsätze auf ein Minimum reduziert. Angesichts der Niederschläge der vergangenen Wochen stiegen die Pegelstände erneut, sodass Schiffe nun teils wieder vollständig beladen können. Sorge bereitet jedoch weiterhin das anhaltend hohe Preisniveau für Energieträger. 

KARTOFFELN
Diese und kommende Woche ist im Lebensmitteleinzelhandel die Zeit der Bevorratungsaktionen mit Kartoffeln in größeren Packgebinden. Danach steigt die Nachfrage, die von der Erzeugung während der Haupternte aber gedeckt wird. Dafür gibt es aber weniger Ware für Exporte oder höhere Forderungen für Ladungen, die an Kunden im Ausland geliefert werden sollen. Die Kartoffelverarbeiter bleiben bei ihrem Vertragsrohstoff, der für diese Zeit gut bedarfsgerecht vereinbart wurde. Übermengen aus dem Vertragsanbau wechseln in kleinen Mengen zu unveränderten Preisen den Besitzer. 

MILCH
Der saisonale Rückgang des Rohstoffaufkommens hat erneut eingesetzt, nachdem dieser kurzzeitig zu einem Stillstand gekommen und sich in ein leichtes Wachstum gedreht hatte. Die Nachfrage nach Formbutter hat sich beruhigt, und auch am Markt für Blockbutter nehmen die Marktteilnehmer wieder vermehrt eine abwartende Haltung ein. Bei Schnittkäse halten sich Angebot und Nachfrage die Waage. Milch- und Molkenpulver werden überwiegend ruhig nachgefragt. 

BUTTER
Nach dem sich in der vergangenen Woche die Absätze bei gepackter Butter doch ziemlich belebt hatten, ist in der aktuellen Berichtswoche wieder Beruhigung eingetreten. Dennoch werden die Absätze als normal beschrieben. Bevorzugt wird in den Ladenregalen zu Produkten im Preiseinstiegssegment gegriffen. Markenartikel sind momentan weniger gefragt. Zudem ist zu spüren, dass sich der eine oder andere Konsument Richtung Margarine und Milchstreichfette umorientiert. Im Hinblick auf die knappe Verfügbarkeit von Sahne und die bevorstehende Herbst- und Winterzeit gehen bei den Herstellern bereits Anfragen über zusätzliche Lieferungen an den Lebensmitteleinzelhandel ein. Blockbutter wird wenig gehandelt. Zu groß ist die Unsicherheit. Bei einem Sahnepreis, der Richtung 9 Cent pro Fetteinheit tendiert, halten sich einige Weiterverarbeiter zurück, große Mengen unter Vertrag zu nehmen. Quelle: Marktbericht der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse vom 21.09.2022

SCHNITTKÄSE 
Die Schnittkäsehersteller haben auch mit einigen Problemen zu kämpfen. Pandemiebedingte Personalknappheit legt zum Teil ganze Schichten lahm. Hinzu kommen hohe Bestelleingänge und Engpässe bei der Zulieferindustrie. So wird zum Beispiel die Begasung der Fertigpackungen mit Kohlendioxid in den Aufschneidebetrieben immer komplizierter. Auch bei Schnittkäse greift der Verbraucher bereits zu den Eigenmarken der Discounter. Die Hersteller hoffen im Oktober höhere Preise beim Handel umsetzen zu können, welche aufgrund der immer weiter steigenden Kosten gleich wieder verpuffen könnten.
Quelle: Marktbericht der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse vom 21.09.2022